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Die Bitubo Dämpferpatrone der 1000S


Die einstellbaren, eingeschraubten Dämpferpatronen der 1000S, ein beständiger Quell der Freude. Hier habe ich mein Wissen über diese Dämpferpatronen zusammen getragen und auch versucht, ihre Schwachstelle zu analysieren.

Schnittbild Bitubo
Nach meiner Erfahrung halten die Dämpferpatronen ca. 40.000km, dann werden sie undicht. Das macht sich mit bockigem Dämpfungsverhalten der Front bemerkbar. Man kann es feststellen, wenn man mal mit gezogener Vorderradbremse oder gegen eine Wand die Gabel einfedern läßt und dabei die Dämpfungsverstellung verdreht. Wenn sich trotz der Dämpfungsreglung nicht viel ändert, ist wahrscheinlich die Dämpferpatrone undicht. Je früher man dies erkennt, desto mehr kann man retten.

Schuld ist nach meiner Erfahrung die Kunststoffscheibe Nr. 32, die zwischen der Feder und dem Aluminiumkolben sitzt. Diese Feder ist als Durchschlagschutz gedacht. Luft läßt sich kompimieren, der kleine Raum dieser Feder ist ölfrei und die Feder wirkt beim vollen Einfedern wie ein Block. Anscheinend ist die Kunststoffscheibe bei starkem plötzlichen Einfedern nicht in der Lage, der Bewegung so schnell zu folgen und verkantet. Folgende Stöße pressen Öl in den Durchschlagraum und fehlen dann im Dämpfungsraum oberhalb Nr. 33. Durch den Druck wird mit der Zeit der Simmering im Dichtkörper Nr. 18 rausgedrückt. Mit der Zeit werden die ganzen Innereien des Dichtkörpers rausgedrückt und der Alu Dichtkörper zerstört. Wenn man das frühzeitig repariert, kann man den Alu Dichtkörper weiter verwenden und die Simmeringe, O-Ringe und Seegeringe ersetzen. Die Teile sind Normteile, nur die Seegeringe sind schmaler als gebräuchliche Teile. Da ist es besser, die originalen zu verwenden, wenn sie nicht zerstört sind.
Durchschlag Kolben