SÜDSTAATEN
'99
Sommer 1999, in acht Wochen müssen
wir uns wieder in den Flieger setzen und zurück nach Deutschland.
Mein Arbeitsauftrag hier in Detroit ist erledigt. Schade eigentlich,
wir sind gerne hier, freuen uns aber inzwischen auch wieder auf zu
Hause. Ein Blick auf unsere Planungskarte an der Wand, auf der wir jede
Tour eingezeichnet haben, die wir in den USA gemacht haben, zeigt uns,
daß es nicht mehr viele weiße Flecken gibt, an denen wir
noch nicht waren. Den ganzen Südosten der Vereinigten Staaten
haben wir noch nicht gesehen, bis auf Florida natürlich, wo wir ja
im März eine Woche verbrachten.
Um
diesen Mangel zu beheben wollen wir uns
in meinem gesamten Resturlaub noch mal auf die treuen Guzzis schwingen,
Richtung Washington an die Atlantikküste fahren und dieser entlang
hinunter bis Florida. An der Grenze von Florida rechts ab und nach New
Orleans, den Missisippi hinauf und querbeet wieder zurück zum
Sachen packen. Drei Wochen hatten wir Zeit, doch die Tage vergingen
schnell.............
Samstag
26.06.1999 (560 Km)
Eigentlich
wollen wir ganz früh
aufstehen, weil wir noch unsere Sachen packen müssen. Gestern war
dafür keine Zeit mehr. Doch wie das so ist, erst verschlafen, dann
frühstücken, packen - bis wir loskommen ist es 12:00 Mittag.
Naja, ist ja auch egal, wir haben immerhin Urlaub und da können
wir keinen Streß gebrauchen.
Über
Interstate fahren wir schnell aus
dem Detroiter Bereich heraus, passieren Toledo und nehmen
schließlich einen US Highway, die US 250, die auf der Karte
vielversprechend immer Richtung Süden führt. Es ist
heiß, wir machen Meilen und sind froh als wir bei Wheeling einen
Campingplatz finden, der auch einen Pool hat. Nach einem erfrischenden
Bad in demselben nehmen wir das Abendessen in einem nebenan liegenden
Restaurant zu uns, bevor wir uns mit ein paar Bier wieder auf dem
Campingplatz verziehen, um die Glühwürmchen zu beobachten.
Sonntag,
27.6.99 (570 Km)
Nach einer
Abkürzung über Nebenstraßen stehen wir nach einer
Stunde fast wieder da, wo wir morgens losfuhren. Nun nehmen wir den
sicheren Weg bis zur US 250, der wir dann weiter folgen. Endlich geht
es mal richtig durch die Berge, heute ist Fahrspaßtag. Leider
spielt das Wetter nicht so mit, wir retten uns vor einem
halbstündigen Guß gerade noch in einen Carport, der an der
Landstraße zum Verkauf steht. Das Anziehen des Regenzeugs erspart
es uns aber leider nicht, es regnet immer mal wieder etwas. So
entschliessen wir uns, auch angesichts des immer noch sehr dunklen
Himmels, in Charlottesville ein Motelzimmer zu nehmen. Ein warmes Essen
im gegenüberliegenden tiefgekühlten Chinesen findet noch den
Weg in unsere Mägen.
Montag,
28.6.99 (250 Km)
Nach
einem Bagelfrühstück geht es
auf den Campus der angeblich schönsten Uni der Staaten, und wir
müssen zugeben, die Studenten haben es auf alle Fälle vom
Ambiente her sehr wohnlich hier. Alte rote Backsteingebäude mit
Arkaden , in denen sich kleine Zimmern und Wohnungen umfassen eine
zentrale Grünfläche, bei der man sich richtig vorstellen
kann, daß die Studenten in der vorlesungsfreien Zeit hier liegen,
lernen, essen oder einfach entspannen.
Danach
fahren wir zu dem südlich der
Stadt gelegenen Wohnhaus des Universitätsgründers Thomas
Jefferson, der auch mal Präsident der Vereinigten Staaten war.
Sein Wohnhaus, im klassizistischem Stil gebaut, liegt wunderbar oben
auf einem Hügel vor der Stadt. Man hat einen Blick auf die Stadt
und auch auf die Uni. Das Haus ist schön, die Einrichtung eher
schlicht. Auf dem Gelände sind auch noch Sklavenunterkünfte
gelegen, in denen die ganzen Sklaven und Feldarbeiter von Jefferson,
der übrigens die Sklaverei ein Verbrechen nannte, nicht ganz so
schön lebten. Eine Geschichte erzählt davon, daß eben
dieser Jefferson sich auch seine weiblichen Sklaven hat für die
Nacht kommen lassen. Das paßt nicht ganz zusammen.
Wir
nehmen einfach den Interstate Richtung
Süden bis Williamsburg, wo wir dank des Campingführers
schnell
einen Campingplatz finden. Vorher haben wir noch mal schnell bei dem
Eingang zu der historischen Stadt, wofür wir eigentlich hier sind,
vorbei geschaut und müssen erschreckt feststellen, daß
Eintritt 27$ pro Person betragen soll. Am Campingplatz erklärt man
uns dann, daß dies nur der Preis für die geführten
Touren sei, man könne auch alleine in die Stadt hinein. Wir
beschließen, das morgen vom Campingplatz aus zu machen, weil die
Parkplatzgebühren genauso horrende sind. Zum Abendessen gibt es
einen Sub, das ist ein Stangenweißbrot mit verschiedenen Auflagen
wie Käse, Wurst und Salat. Das Wort Sub leitet sich von Submarine
(U-Boot) ab, so sieht es nämlich aus. Zum Nachtisch gibt es Eis.
Dienstag,
29.6.99 (230 Km)
Die von
unserem Zelt zu sehenden
Bahnschienen sind leider nicht so ruhig, wie sie am Abend erscheinen.
Die ersten Züge fahren schon um 5 Uhr früh auf dieser
Strecke, und dementsprechend ist damit die Nacht auch so gut wie
vorbei. Wir lassen die bepackten Mopeds auf dem Campingplatz stehen und
fahren mit dem Bus in die alte Stadt. Rockefeller hat diese alte Stadt
originalgetreu wieder aufbauen lassen, dort laufen auch entsprechend
Kostümierte herum und geben einen Eindruck, wie es wohl mal
ausgesehen hat in einer Kolonialstadt. Nach etwas Schauen und Essen
warten wir ewig auf den Bus, der uns wieder zum Zeltplatz zurück
bringt. Wir brechen nach einem Kaffee wieder auf und sind drei Stunden
später bei Jack Meagher, dem Bruder eines Freundes, der auf den
Outer Banks lebt.
Diese
vorgelagerte Inselkette ist ein
bekanntes Feriengebiet, und auch wir wollen unseren Teil dazu beitragen
- wir stürzen uns ins eiskalte Wasser. Danach gibt es ein ganz
leckeres gestopftes Huhn und zum Nachtisch fahren wir noch in die beste
Eisdiele des Ortes. Gut wenn man ortskundige Bekannte hat.
Mittwoch,
30.6.99 (260 Km)
Am
Morgen um 10 kommen wir los und nehmen
die Hauptstraße Richtung Süden. In Kitty Hawk halten wir, um
die Stätte zu sehen, wo die Gebrüder Wright ihre ersten
motorisierten Flugversuche unternommen haben. Man kann noch den
Hügel erkennen, von dem gestartet wurde und die Landestellen der
ersten drei Versuche sind mit Steinen markiert. Sieht irgendwie winzig
aus, aber man ist heute von den Fluggeräten verwöhnt. Und zu
damaliger Zeit war es schon eine Leistung, einen leichten Motor zu
bauen, sich die Grundlagen der Aerodynamik zu verschaffen und auch noch
den Mut zu haben, den Bodenkontakt zu verlieren.
Weiter
geht es nach Süden, immer an den
eigenartig aussehenden Häusern vorbei, die eine Besonderheit der
OBX (Outer Banks) sind. Die Häuser sind alle auf Stelzen gebaut,
wobei der unter dem Haus liegende Teil als Garage oder zum Lagern von
Sachen genutzt wird. Darauf dürfen nur drei Stockwerke gebaut
werden, die nach oben hin immer kleiner werden, damit die weiter hinten
liegenden Häuser auch noch Blick aufs Mehr haben. Also haben alle
Häuser möglichst weit oben noch eine große frei
schwebende Terrasse. Das Holz ist meistens verwittert und so sehen die
Häuser aus wie aus einer anderen Welt.
Groß
angekündigt ist auch die
Verschiebung eines der Wahrzeichen der Insel, eines Leuchtturmes, das
wir uns auch nicht entgehen lassen wollten. Da ihm das Wasser
gefährlich nahe gekommen war, wurde er auf Schienen gesetzt und
Meter um Meter weiter ins Landesinnere gerollt. So sollte er im
Enteffekt eine Meile weiter im Landesinneren seinen neuen Platz finden.
Gegen 14
Uhr erreichen wir die erste
Fähre auf unserem Weg nach Süden. Sie bringt uns in einer
halben Stunde auf die nächste Insel, die wir einmal von Nord nach
Süd in 45 Minuten durchqueren. Die zweite Fähre kostet 10$
pro Maschine, braucht aber entgegen unseren Erwartungen ganze
zweieinhalb Stunden. So kommen wir schon ziemlich spät auf dem
Festland an. Es geht durch eine Art Niemandsland, alles sieht
gegenüber den OBX trostlos aus, wahrscheinlich auch durch das
Wetter - es hat sich zugezogen und regnet leicht. Die Bebauung ist auch
komplett anders, die Häuser sind wieder im Festlandstil gebaut.
Campingplätze
sind rar gesät und
wir sind froh, als wir schließlich gegen 21 Uhr auf einem der
wenigen eintreffen. Im Office ist keiner mehr, so suchen wir uns
einfach einen leeren Platz und bauen das Zelt auf. Der Regen hat
aufgehört und es ist angenehm warm. Zum Essen fahren wir wieder
zurück in den nächstgelegenen Ort.
Donnerstag,
1.7.99 (480 Km)
Heute
früh ist auch jemand im office,
und wir können nachträglich noch für die Nacht zahlen.
Der Platz sieht auch etwas belebter aus als gestern Nacht. Gleich nach
Antritt der Fahrt erwischt uns ein richtig schwerer Guß, vor dem
wir uns dann nur noch durchnäßt unter ein Vordach retten
können.
Myrtle
Beach erinnert beim Vorbeifahren
wegen seiner ganzen Kulissen ziemlich an Las Vegas. Georgetown, im
Führer schön beschrieben verliert bei näherer
Betrachtung seinen Glanz und zeigt sich , außer seiner
empfohlenen halben Kilometer langen Häuserzeile, ziemlich herunter
gekommen. Weiter geht es nach Charleston, wo wir sehr schnell den fast
in der Stadt gelegenen Campingplatz im State Park finden, auf dem wir
uns erst einmal ausbreiten. Ein sehr gutes Essen bei dem nahen
Esterby's beschließt den Tag.
Freitag,
2.7.99 (220 Km)
Das Zelt
lassen wir erst einmal auf dem
Platz stehen und fahren mit einem Motorrad nach Charleston hinein. Wir
bummeln die King St. hinunter und schlendern über den Markt. Die
Stadt ist hübsch, früher war sie mal ein Zentrum des
Überseehandels und Sitz vieler reicher Handelsgesellschaften. Der
Sezessionskrieg hat einiges geändert, die Macht wurde ihr
genommen, weil sie die Südstaaten unterstützt hat. Einige der
vielen alten Villen kann man auch gegen einen nicht unerheblichen
Obolus besichtigen. Wir entschließen uns für eine, die
gerade rekonstruiert wird. In einem sehr schönen Starbucks
Kaffeehaus haben wir schließlich Frühstück.
Auf dem
Campingplatz laden wir die Sachen
wieder auf und machen uns auf den Weg nach Savannah. Das ist nicht
weit,
nur eine gute Zweistunden Tour und wir schlagen unser Zelt wieder auf
einem recht weit südlich der Stadt gelegenen Campingplatz auf.
So
können wir noch am Nachmittag in die
Stadt hinein fahren und sind begeistert. Dies ist - wenigstens der
Altstadtteil - eine der schönsten Städte, die wir bisher
gesehen haben. Südlich des Flusses mit der Riverstreet mit
ihren ganzen Restaurants und Läden in den alten Lagerhäusern
liegt ein Wohnviertel, in dem sich die alten Häuser um Plätze
mit kleinen Parks gruppieren. Man kann schön spazieren gehen und
die alten mit spanischem Moos behangenen Bäume geben den
Plätzen etwas Heimlich, Gespenstisches. Abendessen tun wir bei
einem vorzüglichen Italiener.
Auf dem
Campingplatz wieder angekommen
duschen wir erst einmal. Es ist schon dunkel und der Platz, in einem
Wald gelegen und nicht beleuchtet, ist so dunkel, daß sich Susann
auf dem Rückweg von der Dusche verläuft. Das Mückenspray
hilft ganz gut und wir können draußen bei den
Motorrädern sitzen. Es sind bestimmt noch um die 30 Grad. Vom
Nachbarplatz kommt ein Mann herüber, der uns schon wegen seinem
alten riesigen Cadillac aufgefallen war. Wie öfters kommen wir
über die Guzzies ins Gespräch, und er lädt uns ein, noch
seinen Rum zu probieren. So endet der Abend bei ihm am Auto und wir
genießen den Rum, der ganz anders als alle anderen, die wir
bisher tranken ganz weich schmeckte. Er ist bei Army, hatte mal
Werbemaler gelernt und freute sich schon auf das Ende der Dienstzeit.
Dann will er wieder zurück nach Texas und dort die großen
Werbetafeln am Straßenrand bemalen.
Samstag,
3.7.99 (340 Km)
Morgens
stehen wir in aller Ruhe auf, bauen
das Zelt ab und nehmen die US 84 runter nach Fargo, dem nächsten
Ort vor dem Okeefenokee National Park. Wir halten in dem Ort, in der
Hoffnung, dort ein Motel zu finden. Aber er stellt sich als das letzte
Nest heraus, an der Tankstelle werden wir noch von einem Betrunkenen
vollgelallt. Erst ein leckeres Eis bei Dairy Queen hilft uns
über dieses traumatisches Erlebnis hinweg.
Danach
geht es in den Park hinein, der noch
einmal 30 Kilometer von der Hauptstraße entfernt ist. Auch hier
bekommen wir keine Cabin mehr, es wäre sowieso etwas teuer
geworden, der Preis wären 70$ gewesen. So nehmen wir einen der
freien Campingplätzen, schlagen das Zelt auf und fahren die
30 Km wieder zurück, um etwas zu essen zu bekommen. In der kleinen
Hüttenansammlung an der Hauptstraße finden wir ein uriges
typisches family dining, wo wir recht gut essen. Auf dem Weg zu den
Moped werden wir noch von einer Amerikanerin angesprochen, die uns ganz
euphorisch von einem Sommer in Salzburg erzählt. Auf dem Platz
wieder angekommen, sehen wir beim Spazieren gehen ein Gürteltier
und können so erfüllt von den ganzen Erlebnissen des Tages in
die Schlafsäcke kriechen.
Sonntag
4.7.99 (450 Km)
Heute
wollen wir zu den Alligatoren. Dazu
mieten wir uns ein Kanu und haben dann als erste Herausforderung, aus
dem Ausfahrtskanal einigermaßen gerade heraus zu kommen. Dazu
trägt nicht unbedingt bei, daß es ausgerechnet in diesem
Moment wie aus Eimern anfängt zu schütten. Vollkommen
durchnäßt kommen wir schließlich auf den breiten
Strom, der durch den Sumpf führt. Zum Glück hatten wir nur
leichte Sachen und Badehosen an, so kann die Feuchtigkeit durch die
wieder
durchbrechende
Sonne
verdampfen. Die Luftfeuchtigkeit ist dementsprechend hoch und wir
bewegen uns langsam voran. Hach, endlich entdecken wir die erste Bestie
und paddeln beide los. Leider ist das Ziel nicht das gleiche, wo ich
versuche möglichst nahe auf eine gute Fotoposition zu kommen, will
Susann doch mehr Sicherheitsabstand haben. Aber wir einigen uns auf ein
Mittelmaß und die Fotosession verläuft zu beider
Zufriedenheit. So besuchen wir noch ein paar dieser Urzeitviecher, die
- kaum zu sehen - im Wasser treiben, bevor es wieder zum Hafen
zurück geht.
Nach dem
Abbau des Zeltes geht es weiter in
den Süden der Küste entgegen. Wir können allen
Schlechtwetterfronten noch ausweichen, die sich vor uns aufbauen und
kommen nach einigen Pausen und Suchen einem kleinen Campingplatz an.
Dort bauen wir nur schnell das Zelt auf und machen uns dann auf zu
einem kleinen Restaurant in der Nähe, wo wir uns schon nach dem
Campingplatz erkundigt hatten. Von innen verstärkt sich noch der
Eindruck von einer Spelunke, aber es hat etwas gemütliches und der
Koch, dem man beim Werkeln zuschauen kann, ist ein Alleinunterhalter
(Gator genannt, wegen seiner Liebe zu den Florida Gators, einer
Baseball
Mannschaft). Wir mampfen uns einmal durchs Menu, fangen mit
Krabbenbeinen an und schließen mit überbackenen Muscheln ab.
Es ist lecker und wir bedauern, daß ihm die Zutaten ausgehen und
er deshalb schließt. Mit einer Flasche Bier setzen wir uns noch
an den Strand und genießen die milde Nacht.
Montag,
5.7.99 (0)
Reines
Abhängen ist heute angesagt. Wir
beobachten die Abreise der meisten anderen Camper. Morgen müssen
sie wieder
arbeiten.
Wir haben abends und morgens noch
einen Kampf mit den Mücken gehabt und halten jetzt Ausschau nach
einem Platz mit etwas Wind, der uns diese Biester vom Leib hält.
Endlich wird unser Traumplatz frei und wir ziehen um. Nebenan ist der
Swimming Pool, wir springen mehrmals zur Abkühlung hinein. Danach
gehen wir an den Strand, wandern ihn entlang und ich spiele mit den
vielen Taschenkrebsen. Es ist herrlichstes Wetter und das Wasser ist
bestimmt nicht viel kühler als die Luft. Das hat seinen Preis, wir
holen uns einen netten Sonnenbrand.
Zum
Abendessen fahren wir nach Apalacheekola
ins Reef, das uns zum Essen empfohlen wurde. Es war auch ganz gut und
mit einem Sixpack geht es zurück zum Campingplatz. Lange bleiben
wir nicht alleine sitzen. Chuck und Jeff gesellen sich zu uns. Chuck,
der Herausgeber eines örtlichen Monatsblattes, gibt uns tiefe
Einblicke in die amerikanische Society. Jeff ist der Mann für
alles auf dem Campingplatz. Für Chuck ist er der typische
Amerikaner, einer der dummen 95%, nur interessiert an Fischen und
Jagen, politisch total desinteressiert wenn es nicht ihn betrifft. Es
ist ein lustiger Abend, den wir nachts um 2 noch mit einem Bad im Pool
beschließen.
Dienstag,
6.7.99 (620 Km)
Nach
Abbauen des Zeltes geht es noch einmal
zum Abkühlen in den Pool. Danach kämpfen wir uns an der
Küste entlang, ein Entschluß, den wir bereuen, weil es
außer Bettenburgen nicht viel zu sehen gibt. Außerdem ist
das Fahren bei deutlich über 30 Grad nicht unbedingt die wahre
Freude. Endlich haben wir die Chance, auf den Interstate aufzufahren
und kommen drei Stunden später in New Orleans an. Auf dem Weg
durchqueren wir vier Bundesstaaten, Florida, Alabama, Missisippi und
Louisana. Nicht schlecht für einen Tag. In New Orleans finden wir
dank der Beschreibung im Campingführer den Platz recht schnell und
können noch aufbauen und duschen vor dem Dunkelwerden. Zum
Abendessen fahren wir zum Casinoschiff am Ufer und gönnen uns
für 11$ das komplette Buffet mit Getränken.
Mittwoch,
7.7.99 (0)
Mit dem
Bus, der gegenüber vom
Campingplatz hält, fahren wir mit einmal Umsteigen ins French
Quarter. Es ist schwülheiß,
passend
zu dem wie man es sich das Wetter hier in New Orleans vorstellt. Ein
Bagelshop direkt am Jackson Square verhilft uns zu unserem
Frühstück. Alles wie im Film, vor dem Laden agieren die
Straßenkünstler und die Maler, auf einer Bank sitzt ein
Schwarzer, der Trompete spielt. Der Platz wird begrenzt von der Kirche
auf der Stirnseite und zwei Wohnhäusern an den Längsseiten,
die ein Novum zur damaligen Zeit darstellten, da man sich in einem
großen Haus eine Wohnung oder einen "Reihenhausteil" kaufen oder
mieten konnte und nicht ein ganzes Haus für sich selbst hatte. Wir
besichtigen eine Wohnung und können uns gut vorstellen, wie man
damals hier wohnte.
Auf dem
French Market gibt es allen
möglichen Tourikram zu kaufen, aber wir sind ja schließlich
auch welche und genießen einfach die Atmosphäre. Dahinter
liegt die alte Münze, die wir besichtigen. Sie ist seit Beginn des
Jahrhunderts stillgelegt, und im gleichen Gebäude gibt es
inzwischen ein Museum über Jazz und Musik. Ein anderes Museum
zeigt die Geschichte und viele Kostüme vom Mardi Gras, dem
Karneval in New Orleans.
Durch
die kleinen Straßen des Quarters
schlendern wir quer durch bis zum Wachsmuseum, in dem in nachgestellten
Szenen Geschichte von New Orleans erzählt wird. Als wir das Museum
verlassen wollen, werden wir draußen von einem Wolkenbruch
erwartet. Wir warten den schlimmsten Teil unter einem Vordach ab und
gehen dann durch den leichten Regen hinunter zum Zentrum. Dort lockt
uns die Lifemusik in den Vorgarten eines Restaurants zum Essen. Es
schüttet immer wieder mal. Nach ein paar Bier geht's zur
Bushaltestelle, wo wir nach ewigem Warten auch schließlich einen
Bus zum Campingplatz bekommen.
Donnerstag,
8.7.99 (260 Km)
Da
unsere Sachen über Nacht
natürlich nicht getrocknet sind, packen wir sie naß ein. Auf
dem Weg aus der Stadt hinaus sehen wir uns noch einen typischen
Friedhof für diese Gegend an. Die Gruften sind alle aus Stein und
überirdisch, damit bei Hochwasser die Leichen nicht heraus
geschwemmt werden (was man sich alles für Gedanken machen
muß). Die hier angeblich begrabene Voodoopriesterin finden wir
leider nicht.
Also
geht es raus aus der Stadt und nach
einem Stück Interstate, der auf Betonstützen über die
Feuchtgebiete führt, auf eine Nebenstrecke den Missisippi entlang.
Wir schauen uns die Oak Alley Plantage an, die schon als Kulisse
für einen Südstaaten Hoolywood Schinken diente. Die
Führung ist sehr gut, die Sklaventhemen werden wie immer
ausgesparrt, bzw. die Sklaven finden nur Erwähnung als Diener und
Arbeiter. Zum Abschluß gibt es noch einen Zuckerrohrschnapps mit
viel Eis, der uns doch etwas schummerig macht.
Wir
fahren den Fluß weiter lang, er
ist fast immer von einem Deich verdeckt. Eine größere Pause
machen wir, um noch eine schwarze Regenfront abzuwarten. Dann kommen
wir
gegen Abend in Baton Rouge an, wo wir offensichtlich in einer nicht so
guten Gegend ein Motel finden. Es ist das dreckigste unserer Reise und
selbst die 26$ sind noch zuviel dafür.
Freitag
9.7.99 (490 Km)
Nach
einem Frühstück an einer
schlechten Tankstelle gegenüber nehmen wir die US190 gen Westen,
biegen schließlich auf
die
71 ab, die uns durch ein paar tote Ortschaften nach Natchitoches
(sprich
Natktotsch) bringt. Auf der Strecke ist viel Polizei unterwegs, ein Cop
überholt uns sogar obwohl wir schon 20 Meilen über dem Limit
fahren. Glück gehabt, er hatte es wohl eilig. Natchitoches ist der
älteste Ort Louisanas, aber er gibt nicht viel her außer der
historischen Meile unten am Fluß. Diese ist aber ganz nett, und
nach etwas Herumschlendern ruhen wir uns noch unten am Ufer aus.
Auf der
84 geht es dann durch schöne
Landschaft mit Hügeln über den Missippi, in namensgleichen
Bundesstaat nach Natchez. Vom Motel für 35$ geht es abends noch
mal zum groben Anschauen in dem Ort hinein. Er sieht sehr
vielversprechend aus und wir freuen uns schon auf den nächsten
Morgen. Der Pool ist ein ausgezeichneter Abschluß des Tages.
Samstag
10.7.99 (395 Km)
Der
Weckruf des Motels hat nicht funktioniert, so stehen wir erst um 8:30
auf. Nach dem Duschen und einem Kaffee fahren wir in die Stadt.
Für die Villa Stanton Hall nehmen wir die Führung, sie ist
wirklich lohnenswert. Danach geht es kreuz und quer durch die Stadt, um
alle restaurierten Gebäude zu sehen. Es riecht ziemlich nach nicht
funktionierender Kanalisation. Dieser Geruch begleitet uns auch auf dem
Weg hinaus aus der Stadt, wo es hinter der Stadt auf den Natchez Trail
geht, eine Straße - nicht unterbrochen von irgendwelchen
Ortschaften - die Präsident Jefferson als Verbindungsweg parallel
zu einem alten Indianerpfad zwischen dem reichen Osten und dem
Missisippi hat bauen lassen, der damals die Grenze der zivilisierten
Welt war. Es geht für Stunden durch den Wald. Bis Jackson haben
wir
160km ohne Ort hinter uns, müssen dann durch die Stadt zum Tanken
und finden in Ackermann schließlich einen Campingplatz, der in
einem State Park sehr schön am See gelegen ist. Wir fahren noch
mal in den Ort und müssen uns leider von drei Polizisten ein
Ticket wegen Überfahren eines Stopschildes geben lassen.
Dafür daß wir wahrscheinlich die ersten Fremden seit Jahren
dort waren, waren sie nicht sehr kompromißbereit. Den
Führerschein behielten sie gleich mal als Sicherheit.
Das
Essen nehmen wir dann in der
örtlichen Sozialspeisung ein, so sieht das Restaurant jedenfalls
aus. Es ist aber die einzige Möglichkeit im ganzen Ort. Nach dem
Essen wollen wir noch das Feierabendbier besorgen und müssen
feststellen, daß dies ein dry county ist, es ist kein Alkohol zu
bekommen. Wir müssen 30km über die Countygrenze fahren. Das
erklärt einiges...... Das Bier können wir entgegen unseren
Erwartungen ganz mückenfrei auf der Bank neben dem Zelt einnehmen.
Sonntag,
11.7.99 (290 Km)
Wir
brechen früh aus diesem
merkwürdigen County auf, nehmen unser inzwischen schon fast
übliches Tankstellen Frühstück in einem kleinen Nest am
Wegesrand ein. Es ist jetzt schon sehr heiß. Die Strecke ist
gerade und eintönig, es geht ewig durch Wald und über leichte
Hügel. Dann fängt es auch noch an zu regnen, und wir retten
uns gerade noch in eine Tankstelle, die allerdings auch recht
merkwürdig ist. Sie ist nur von Schwarzen frequentiert, die alle
im schwarzen Kirchendress einlaufen, sich ein paar Bier und fettig
gebratene Hähnchenteile holen. Draußen sehen wir einen
Pickup
tanken, der Fahrer sitzt währenddessen in der Kabine und wirft
seine leere Bierdose durchs offene Fenster auf die Ladefläche.
Eigentlich dürfte er nicht mal eine geschlossene Dose im
Fahrzeuginnenraum haben. Wir sind froh, als es etwas aufhört und
wir weiterfahren können.
Erst
kurz vor Memphis hört der Regen
auf, wir nehmen uns ein Motel, weil wir die Nase endgültig vom
Regen voll haben und auch die Klamotten trocknen wollen. Nach einer
aufwärmenden Dusche fahren wir noch mal in die Stadt, dahin wo das
Leben toben soll. Das ist die Beal St., eine Art historische Meile von
Memphis, etwa 500 Meter lang, an beiden Seiten abgesperrt und voll mit
Restaurants, Bars und Touristenshops. Aber nicht schlecht, wir bummeln
etwas herum und entscheiden uns für ein Restaurant mit einer
urigen Atmosphäre und Cajun Food, das ist relativ scharf
gewürztes Südstaatenessen, daß sich positiv von dem
ganzen sonstigen Einheitsfraß abhebt. Für Lifekneipen fehlt
uns die Energie, und wir hängen noch etwas im Motel ab.
Montag,
12.7.99 (490 Km)
Um 8:00
werden wir vom Weckruf des Motels
geweckt, trinken einen Kaffee und essen ein paar Donuts, fahren dann
bepackt zu Graceland, dem Anwesen von Elvis. Wir entscheiden uns aus
dem vielfältigen Angebot für die Haustour für 10$ und
das Automuseum für 8$. Es ist alles total organisiert, wir warten
in einer Schlange auf die Pendelbusse, werden mit Walkmen und deutschen
Kassetten ausgerüstet und reihen uns dann in die Schlange ein, die
sich durch das Haus schiebt. Entgegen unseren Erwartungen ist es
ausgesprochen kurzweilig, das Bandgerät erzählt vom Aufstieg
und Leben von Elvis, gibt Anekdoten und Geschichtchen zum Besten und
die fast zwei Stunden vergehen wie im Flug. Unser Eindruck zum
Schluß ist, daß Elvis einfach ein reich gewordener
Bauernjunge war, der sehr gute Musik machen konnte, aber nicht
wußte wohin mit der Kohle. Zum Schluß sehen wir uns noch
die Gräber von Elvis und seinen Familienangehörigen an, bevor
wir uns wieder auf die Guzzis schwingen und weiterfahren.
Wir
fahren immer weiter in Richtung
Nashville und suchen uns gegen Abend einen Campingplatz. Dort nehmen
wir erst einmal ein Bad im Pool, was zu unserer Überraschung
enormes Interesse bei den Kindern des Platzes auslöst. Gerade ich
in meiner normalen deutschen Badehose werde bestaunt wie ein
Exhibitionist. Susann wollen die Kinder noch beim Umziehen zuschauen,
so gespannt linsen sie in den Zelteingang. Amerikaner sind einfach
prüde und diese Gören waren wahrscheinlich ein Abbild der
Gesellschaft. Danach fahren wir noch in das einzig größere
Restaurant, das Catfish house, in der Gegend und essen recht lecker.
Dienstag,
13.7.99 (460 Km)
Wir
wachen früh auf, lassen uns Zeit beim Zeltabbau, nehmen noch einen
Kaffee und einige Muffins vom Laden zu uns bevor wir aufbrechen.
Irgendwann auf der Landstraße springt der Tacho dann über
die 200.000er Marke. Die 1000S hat mit den originalen Köpfen und
Zylindern die magische Grenze überschritten.
Über
kleine Nebenstraßen geht es
immer Richtung Westen. Orte wie Athena und Madisonville passieren wir,
und plötzlich sind wir auf einer Kurvenstrecke, von der ich als
Kartenleser total überrascht bin. Sie paßt einfach nicht zur
Karte, ich glaube schon, daß wir uns verfahren haben, da ergibt
die Nachfrage bei einem am Wegesrand stehenden Motorradfahrer,
daß wir hier auf der bekanntesten Mopedstrecke der Vereinigten
Staaten sind, dem Devils Back. Hier gibt es wohl dreihundert Kurven auf
10 Meilen. Es ist toll..... bis der Regen kommt. Zum Glück ist der
beste Teil dann schon hinter uns.
Die
letzten 30 Meilen bis Cherokee fahren
wir wieder mal im Regenzeug und finden auch vor dem Ort ein preislich
attraktives Motel. Nach einer Dusche fahren wir noch mal in den Ort und
gehen in das Kasino, das die Indianer hier im Reservat hingestellt
haben. Aus Erfahrung wissen wir, daß man hier immer ganz gut
essen kann. Auch in diesem Kasino, 34$ ärmer und einen vollen
Bauch reicher lassen wir uns später in das Motelbett fallen.
Mittwoch,
14.7.99 (450 Km)
Der im
Zimmer vorhandene Wecker holt uns aus
dem Schlaf. Wir packen und fahren in die Stadt, wo wir seit langem mal
wieder
heiß und fettig
frühstücken (Speck, Ei, Toast). Danach geht es in aller Ruhe
durch das sehr gut gemachte Indianer Museum. Im Ort kaufen wir für
Susann noch schnell günstig eine Stange Zigaretten (11$), bevor
wir auf den Blue Ridge Parkway auffahren. Es ist recht leer, die paar
Autos und Harleys sind schnell überholt - manche schaffen nicht
mal das Speedlimit von 45mph - und es geht in flotten Schwüngen
durch die Berge. Leider ist es immer mal wieder neblig und regnerisch,
das beeinträchtigt das Fahrvergnügen. Aber es ist wirklich
irre, Nachmittags haben wir fast 400km hinter uns und haben nicht einen
Ort passiert, keine Tankstelle oder irgendein Haus war am
Straßenrand zu sehen. Das erweist sich bei der
Übernachtungssuche als Nachteil, abends müssen wir etwas
länger suchen bis wir was finden und nehmen schließlich auf
einem Campingplatz eine kleine Hütte, Cabin genannt. Im
nächsten Ort, Independence, haben wir in einer Null-Acht-Fuffzehn
Pizzahütte eine leckere Pizza und Nudeln.
Donnerstag,
15.7.99 (377 Km)
Wir
haben die Nacht im oberen Teil des
Doppelstockbettes verbracht, das war ein Fehler. Die Wärme hat
sich unter dem Dach der Hütte gesammelt und den Bereich mangels
Lüftung zur Sauna gemacht. Ziemlich erschlagen packen wir zusammen
und frühstücken erst einmal an der Rezeption. Dann geht es
wieder auf den Blue Ridge Parkway. Es zieht sich länger als
erwartet und zum Essen müssen wir den Parkway wieder verlassen. Es
ist wirklich erstaunlich, gerade fährt man noch durch Wälder,
sieht keine Menschenseele oder irgendein Haus, das Klima ist angenehm,
dann nimmt man eine Ausfahrt und ist binnen einer halben Meile wieder
im amerikanischen Leben drin. Es ist heiß und schwül, es ist
viel Verkehr, und wir können unser Mittagessen bei Taco Bell
einnehmen, einem mexikanischen Fastfood Schuppen.
Wieder
auf dem Parkway ist das alles schnell
vergessen. Ab und zu kommt uns eine Harley entgegen, die wohl auf dem
Weg zu einem Treffen in Cherokee ist. Auf einem Parkplatz kommt ganz
zutraulich ein Reh auf uns zu, beschnuppert uns neugierig und
läßt sich sogar streicheln.
An der
43 verlassen wir diese Oase der Ruhe
nach guten 500 Kilometer. In Clifton Forge machen wir erst einmal einen
Stop, um nachzuschauen, wo der nächste Campingplatz ist. Wir
müssen feststellen, daß der einzige mit Dusche gerade im
örtlichen State Park ist. Wir bauen dort unser Zelt auf, fahren
wieder in den Ort und kaufen etwas zum Grillen und machen abends ein
gemütliches Grillen.
Freitag,
16.7.99 (500 Km)
Nach
dem Frühstück mit Hühnersalat auf Schlabbertoast geht es
auf kleinen, teilweise gesplitterten Nebenstraßen , die kurvig
durch die Wälder führen zur altbekannten US 250, die dann
herrlich kurvig durch die Berge nach Norden führen. Bei Fairmont
nehmen wir den Interstate Richtung Pittsburgh. Es ist total heiß.
Zum Glück finden wir recht schnell die Econo Lodge, die uns
für 50$ aufnimmt. Pittsburgh ist bekannt für seine hohen
Übernachtungspreise, aber auch für sein reges kulturelles
Leben.
So
fahren wir abends noch mit dem Motorrad
in die Stadt und haben sogar Glück. Auf dem zentralen Platz sind
Lifekonzerte und man darf sogar mit Bier in der Hand herumlaufen.
Allerdings sind alle Ausgänge des Platzes durch Polizei und
Sicherheitsleute abgeriegelt, so daß auch keiner auf die Idee
kommt, mit seinem Bier öffentlich aufzutreten. Wir genießen
den Abend und sehen uns noch den Sonnenuntergang von dem Park am
Flußufer an. Hinter uns beleuchtet die Sonne die architektonisch
schönen Hochhäuser der Stadt. Pittsburgh hat sich in den
letzten Jahren sehr heraus gemacht. Ursprünglich als schwarze,
häßliche Kohlenstadt verschrien, hat man viel gemacht, um
dieses Image los zu werden.
Samstag,
17.7.99 (500 Km)
Heute
geht es nur noch Richtung Heimat. Wir
nehmen aber wieder kleine Straßen für eine ganze Weile, bis
wir in die dichter besiedelten Gebiete kommen. Nun geht es auch wieder
auf die altbekannten Interstates, die uns schließlich wieder heim
nach Rochester Hills bringen.
Es waren
nachher doch etwas mehr Kilometer
als gedacht, aber das wundert uns nicht nach allen bisherigen Touren
(8500 km). Wenn der Regen etwas seltener gewesen wäre, wäre
es rundum gut gewesen. Aber selbst mit dem ganzen Regen hat uns der
Süden doch seinen Charme gezeigt. Vielleicht hat er sogar durch
das Erhöhen der Luftfeuchtigkeit die Atmosphäre geschaffen,
die man sich für den Süden als so typisch vorstellt. Wie man
wahrscheinlich aus dem Bericht schon heraus lesen kann, haben uns die
Städte Charleston, Savannah, New Orleans und Natchez mit am Besten
gefallen. Auf den Outer Banks wären wir auch gerne noch ein paar
Tage geblieben ebenso wie im Okeefeenokee National Park, aber wie sage
ich immer: Man kann nicht alles haben.
Eric und
Susann
November 1999