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Karte |
Wir
hatten über das Internet für die ersten beiden
Nächte
ein Zimmer
im Penpark Place in
der
Nähe der Khao San Road gebucht, um erst
mal
zu akklimatisieren und zu entscheiden, was wir weiter machen.
Thorben
schaut dank der im vorderen Sitz individuell eingebauten
Fernseher
die ganze Zeit die Filme CARS 1 + 2 (so viel Fernsehen hat er in
seinem Leben insgesamt noch nicht gehabt). Die 747 ist zum
Glück
nicht ausgebucht, und wir haben das Glück, daß die
Reihe
hinter uns
leer ist und wir dort abwechselnd etwas ruhen können. Nach
10
Stunden können wir schnell unser Gepäck in Empfang
nehmen und
fahren mit dem Taxi zum Hotel. Von den Überschwemmungen
sehen wir
nur als Auswirkungen, daß auf den Hochstraßen
überall
Autos
parken. Wir schlendern bei 30°C noch einmal durch den ca.
1km
entfernten Khao San Bereich und beschließen so den ersten
Tag in
Thailand.
Um
3:00 nachts ist die Nacht vorbei, dem Jetlag sei "Dank".
Wir dösen dann noch weiter bis 11:30. Nach einem
Frühstück klären
wir die Möglichkeiten des Weiterkommens (Busbahnhöfe
und
Bahnhöfe
teilweise nicht in Betrieb) und entscheiden uns für das
Blue Beach
Resort südlich von Hua Hin an der Phu Noi Beach und
reservieren
dort. Am Nachmittag gehen wir an den Chao Phraya und sehen dort,
daß
die Parkanlagen am Ufer unter Wasser sind. Die Expressboote auf
dem
Fluß sind auch eingestellt. Wir essen noch etwas und gehen
zum
Friseur, wo wir uns für 1,50€ pro Schnitt einen
Sommerhaarschnitt
verpassen lassen.
Auch
die zweite Nacht endet um 3:00. Nach dem Frühstück
nehmen wir
ein
Taxi zum Victory Monument, wo wir der guten Beschreibung auf der
Blue
Beach Webseite folgen, die uns direkt zum Minibus zum Resort
bringt.
900Bt und 3,5 Stunden später läßt uns der
Minibus
direkt am Resort
aussteigen. Wir haben zwar nur einen Standard Bungalow, aber
auch der
ist nett und groß genug. Der Strand ist leer und auch
etwas
ungepflegt. Die umsonst angebotenen Kanus können wir leider
nicht
nutzen, weil die leichte Brandung den Kindern zu unruhig ist. So
schlendern wir etwas die Straße entlang und essen Papaya
Salat.
Das
Frühstück im Blue
Beach Resort ist super, auch die Kinder
essen mal
richtig was. Bisher haben sie Essen fast verweigert. Am Strand
planschen die Kinder etwas, und wir hängen etwas rum und
relaxen.
Wir klären noch ein Taxi für den nächsten Tag, da
wir
weiter nach
Ranong wollen und essen lecker für 550Bt zu Abend.
Das
Taxi soll um 9:00 kommen, wir sind pünktlich fertig, es
erscheint
aber "nur" der Shuttle Bus, der uns nach Pranburi bringt
(dafür für 160Bt statt für 500Bt für ein
Taxi).
Dort kommt an der
Bushaltestelle dann die schlechte Nachricht, der nächste
Bus
fährt
erst um 12:00. Der englische Besitzer des Guest houses hatte uns
gesagt, es fährt jede Stunde einer. Aber auch die Tafel an
der
Haltestelle sagt das gleiche, die GH Besitzer können
offensichtlich
nicht lesen. So müssen wir zwei Stunden mit den Kindern an
der
Haltestelle an der Hauptstraße uns die Zeit vertreiben,
bevor
kurz
vor 12:00 überpünktlich der Bus kommt, uns
einlädt und
nach 3km am
Ortsende seine Mittagspause einlegt.
Auf
der Strecke haben wir im Süden schwere Regenfälle,
aber das
kann
nicht der Grund sein, daß wir 7 Stunden für die
Strecke nach
Ranong
brauchen. Zum Glück hatten wir über unseren Stefan
Loose
„Thailand
Süd“ ein Zimmer im Apres
Ski JD GH reserviert und sogar eine
Abholung angeboten bekommen, so brauchten wir uns keine Sorgen
über
die Unterbringung zu machen. Ein kurzer Anruf vom Busfahrer und
Jens,
der deutsche Besitzer holt uns persönlich mit seinem Pickup
ab. Er
kann nur deutsch kochen, sagt er, und da wir keine Lust haben
noch
einmal los zu gehen, gibt es heute Schnitzel mit Pommes. Ein
Essen
auch für die Kinder in dem wunderschön gebauten GH.
Die
Nächte sind inzwischen wieder normal, wir schlafen
inzwischen alle
immer durch. Morgens gehen wir in die von Thermalquellen
gespeisten
Bäder, aber irgendwie passen die heißen Bäder
nicht in
das heiße
Klima. Danach nehmen wir das Angebot von Jens wahr und machen am
nächsten Tag einen von ihm zusammen gestellten
Tagesausflug. Der
führt uns erst einmal zu einem Wasserfall, wo wir drin
schwimmen
können, dann an den Strand von Ranong, der ziemlich
verlassen
wirkt
und am Nachmittag auf einen Aussichtspunkt südlich der
Stadt, von
wo
es eine schöne Aussicht auf die Inselwelt im Grenzgebiet
von Burma
gibt. Im Gegensatz zu seinen sonstigen Ausflugsgästen
beeindruckt
das uns aber nicht besonders, da wir dort ja selber schon waren.
Abends essen wir von Jens' besorgtes Thaiessen, er empfiehlt und
reserviert uns das Sai Thong Resorts in der Büffelbucht (Ao
Khao
Kwai) auf Koh Phayam, was unser nächstes Ziel ist, ebenso
wie die
Überfahrt. Wir wollen am nächsten Tag weiter, auch
wenn wir
eigentlich noch gerne etwas mehr von Ranong gesehen hätten.
Aber
so
schön das GH ist, Jens mit seinen Ansichten über
Thailand und
seine
Bewohner nervt, und wir wollen auch nicht weiter an seinen
Monologen
über seine privaten Probleme teilhaben.


Morgens
gibt es wieder das gute hausgemachte Toast und vietnamesischen
Kaffee. Dann machen wir noch einen Spaziergang zu den nahe
gelegenen
Tempeln. Danach bringt uns Jens zur travel agency in der Stadt,
von
wo wir dann zum Anleger gebracht werden. Das Expressboot
für
3x350Bt
ist ein ca. 20-sitziges Schnellboot, das uns in 45 Minuten nach
Koh
Phayam bringt. Mit Motorroller-Taxis geht es dann zum Sai Thong
Resort. Die Büffelbucht ist wirklich wunderschön,
durch ein
paar
Felsen im Wasser unterbrochen und dadurch übersichtlich.
Das
Wasser
ist warm genug, daß selbst ich als Warmduscher einfach
reinstürzen
kann. Das Resort ist klein, nur ca. 10 Hütten. Wir haben
leider
nur
eine Hütte oben am Hang bekommen, deren Terrasse drei Meter
über
dem Hang liegt. Am Abend kommt noch eine andere Familie mit der
fünfjährigen Zora, die ideale Spielkameradin für
Thorben
und wir
entschließen uns länger zu bleiben, auch weil unten
in
Sichtweite
des Restaurants eine Hütte die nächsten Tage frei
wird.
Die
nächsten Tage sind "ausgefüllt" mit Essen, Lesen und
Schwimmengehen. Die Kinder sind beschäftigt am Strand zu
spielen.
Wir genießen das exzellente Essen, es gibt zum Beispiel
Fisch mit
Tamarindensauße und Fisch in Bananenblättern. Im
Nachhinein
gesehen, gibt es hier das beste Essen der ganzen Reise und das
auch
noch für einen günstigen Preis. Es regnet ab und zu
mal, aber
es
sind immer nur kurze Schauer. Die Regenzeit ist dieses Jahr
ungewöhnlich lang, sagen uns auch die Thailänder.
Einen Tag
mieten
wir uns auch einen Roller für 250Bt und fahren zu viert zur
zweiten
großen Bucht Ao Yai, die wir aber durch ihre
ungestörte
Länge als
nicht so idyllisch empfinden. Auf dem Weg lassen wir uns noch
massieren und bewundern die Sträucher voller
Schmetterlinge. Es
gibt
auf der Insel nicht viel zu entdecken, aber überall gibt es
Bautätigkeit für neue größere Resort.
Wir
haben uns entschlossen, uns noch einmal etwas mehr von Ranong
anzuschauen. Mit den Motorrollertaxis geht es zum Hafen, dort
nehmen
wir das Slowboat nach Ranong. Das große Schiff ist fast
leer und
braucht gute zwei Stunden nach Ranong. Es legt wegen dem
Wasserstand
am
Fischereihafen an. Zum Glück nimmt uns jemand vom Schiff
hinten auf seinem Pickup mit in die Stadt und setzt uns auch
noch vor
dem Dahla House ab, wo wir reserviert hatten. Die Besitzer von
GH
sind die ersten, die angesichts der Kinder erst einmal an
Zusatzgebühren für das Zimmer denken. Eine
Zusatzschlafstatt
für
die Kinder gibt es allerdings dann erst nach Nachfrage in Form
der
Spieldecke der eigenen Kinder. Auch ein Anruf in unserem
nächsten
Ziel, dem Morning Mist Resort im Khao Sok Nationalpark, stellt
eher
ein Problem dar. Eine eher unschöne Erfahrung, aber auch
die
einzige
der ganzen Reise. Nachmittags gehen wir auf den Markt von
Ranong. Die
Kinder bestaunen die Fische und Fleischangebote.
Frühstück
gibt
es
im
GH
auch nicht, wir finden es in der Stadt drin bei Pons
Place, einer Travel agency. Sie helfen uns auch weiter, wie wir
zum
Busbahnhof kommen. Mit einem Pickup Bus geht es zum Busbahnhof.
Nach
etwas Suchen finden wir einen Bus, der uns um 9:30 nach Takua
Pha
fährt.
Dort steigen wir direkt in den wartenden Bus nach Surat Thani, der uns beim Khao Sok Nationalpark raus läßt. Leider hat das Morning Mist Resort keinen Pickup an der Busstation stehen, so nehmen wir ein Taxi für großzügige 100Bt zum Resort. Leider liegt unser (schöner) Bungalow ganz hinten auf dem weitläufigen Gelände, so daß es kaum möglich ist, abends bei schlafenden Kindern mit gutem Gewissen im Restaurant zu sitzen. Später merken wir aber, daß durch die Urwald-Geräuschkulisse, dieses nach 50 Metern sowieso nicht mehr möglich gewesen wäre. Wir essen erst einmal eine Kleinigkeit zu Mittag und erfreuen uns an den schön dekorierten Getränken. Das Preisniveau ist höher als auf der Insel, die kulinarische Qualität nicht. Der Bungalow hält sich mit 950Bt in unserem Preisrahmen. Nachmittags gehen wir noch einmal spazieren, versuchen bei Arts Riverview Lodge die Affen zu sehen. Aber denen ist das anscheinend zu früh. Danach kühlen wir uns im Pool vom Morning Mist Resorts ab.
24.11.2011,
Donnerstag
-
wir
sind jetzt zwei Wochen unterwegs. Nachts hat es
geregnet und auch tagsüber regnet es immer mal wieder. Hier
in den
Bergen gibt es keine Trockenzeit, lernen wir. Antje fühlt
sich
heute
nicht so gut, deswegen machen wir mal den ruhigen. Nach dem
Frühstück
legt sie sich mit Rieke noch mal hin während Thorben und
ich
Mittagessen gehen. Am Nachmittag sind alle wieder auf dem Damm
und
wir machen Pläne für morgen und buchen eine
Elefantentour
für
2250Bt für alle. Auch ein zweiter Versuch Affen zu sehen
ist nicht
erfolgreicher. Wir wiederholen den Programmpunkt Pool auch heute
wieder. Mit dem Wecken klappt das nicht so ganz, da haben sie
uns
vergessen. Da wir keine Uhr dabei haben sind wir froh, daß
wir
alleine rechtzeitig aufwachen.
Um 8:30 brechen wir zum Elefantencamp auf. Dort steigen wir gleich auf die Elefanten auf und reiten los zu einem Wasserfall. Dort springen die Kinder mal ins Wasser, aber mit zwei anderen Erwachsenen ist der "Pool" dann auch fast voll. Zurück hetzen wir dann auch eher. Viel mit Elefantenschauen ist nicht. Bei der Rückkehr merken wir auch warum, der Platz steht voll mit wartenden Tagestouristen aus Khao Lak. Wir haben noch Glück, daß wir so früh gekommen sind. Ein zwiespältiges Erlebnis. Der Fahrer fährt uns danach bei einem Tempel vorbei, wo es viele frei lebende Affen gibt. Sie sind recht zutraulich, trotzdem ist es gut, daß der Fahrer darauf aufpaßt, daß die Kinder nichts falsch machen. Ein kleiner verspielter Affe klettert dann an Thorben rauf, das ist ihm dann doch zu viel. Abends essen wir in Pawns Restaurant gegenüber vom Morning Mist. Das Essen ist schmackhafter als im Morning Mist, die Preise allerdings noch höher und der Orangensaft stellt sich als Flaschen-Instant raus, dessen Geschmack keine 50Bt wert sind. Kein rundum gelungenes Erlebnis Wir reservieren noch das GH in Phuket, wo wir morgen hin wollen und gehen dann mit dem Grillen Gekreische im Ohr zu Bett.
Auch
der heutige Weckdienst um 7:15 hat nicht funktioniert. Wir
müssen
uns etwas sputen, damit wir pünktlich mit
Frühstück an
der
Haltestelle für den planmäßigen 8:30 Bus sind.
Aber
reingelegt,
der Bus fährt kurz nach halb einfach an uns und den anderen
Wartenden vorbei, wahrscheinlich weil er voll ist. Zum
Glück
organisiert einer der Wartenden einen der herum stehenden
Minibusse,
der uns für 2x250Bt nach Phuket Stadt bringt, dies in einer
Geschwindigkeit, die Hochachtung verdient. Nach 2,5 Stunden
werden
wir vor unserem GH37 in der Talang Road abgesetzt. Dort bekommen
wir
ein Zimmer im Erdgeschoss, zwar mit 390Bt das billigste (wenn
auch
nicht kleinste) unserer Reise, aber nicht gerade mit dem
saubersten
Bad gesegnet. Wir gehen zur nächsten Straßenecke und
essen
etwas zu
Mittag für 170Bt. Beim weiteren Herumschlendern durch die
alte
Stadt
reift die Idee von hier aus den Ausflug zum sogenannten
James-Bond-Island zu machen. So machen wir für den
nächsten
Tag
einen Zimmerwechsel klar (besseres Zimmer kostet uns
tatsächlich
490Bt) und buchen für den kommenden Tag einen
ganztägigen
Schiffsausflug.
Auch
hier klappt der Weckdienst nicht, aber dank der Kinder wachen
wir
pünktlich auf. Um 7:45 werden wir abgeholt und ein Minibus
fährt
uns ans Pier von Bang Rong. Nach ein wenig Wartezeit werden die
ganzen verschiedenen Gruppen, gekennzeichnet durch farbige
Armbänder,
auf die verschiedenen Schiffe verteilt. Wir haben ein relativ
kleines
mit nur einem Deck. Erster Stop ist Koh Phanak, wo schnell
Hochseekajaks ausgeladen werden, die die Passagiere schnell
besetzen.
Dann werden wir in eine Höhle gefahren, wo wir
Fledermäuse
und
Gesteinsformationen bewundern können. Unter den
ausgeschwemmten
Überhängen der Insel geht die Fahrt dann weiter zu
unserem
ein
Stück weiter gefahrenen Schiff. Alle wieder rein, Kajaks
eingeladen
und weiter nach Koh Hong. Hier wieder das gleiche Spiel, nur
daß
es
diesmal in das sogenannte Fenster geht, einen nach oben offenen
Krater, nur zugänglich durch zwei Eingänge. Sehr
eindrucksvoll und
von der Landschaft wundervoll. Auf der Weiterfahrt wird ein sehr
gutes Mittagessen angerichtet. Alle Softdrinks und Obst sind
sowieso
umsonst. So hat sich der Gesamtpreis von 900Bt pro Person
(Kinder
umsonst) schnell relativiert.
Der letzte Stop ist das sogenannte
James-Bond-Island. Jetzt kann ich mir endlich besser vorstellen,
wie
James Bond mit seinem Boot über die Insel gesprungen ist.
Das
Drumherum ist aber eher schrecklich, Tourismus pur. Die
Rückfahrt
durch die Inselwelt, die mich an die Halongbucht von Vietnam
erinnert, wird mit einem Badehalt unterbrochen. Kaum sind wir
von dem
winzigen Strand ins Wasser gegangen, regnet es. Als alle auf dem
Strand sind, können wir uns ein Kajak nehmen und Antje kann
uns
zeigen, daß sie nichts verlernt hat. Zum Schluß
springen
Thorben
und Rieke, ausgerüstet mit Schwimmwesten noch vom Schiff
aus ins
Wasser. Erfüllt von vielen schönen Eindrücken
kommen wir
am Hotel
an. Unser neues Zimmer ist ein kleines Haus oben auf dem Dach.
Es ist
etwas kleiner, aber die Sauberkeit ist besser (kostet dann auch
sagenhaft 490Bt). Abends gehen wir in Phuket noch essen und
stellen
wieder fest, daß Phuket das bisher schlechteste, aber
leider auch
teuerste Essen unserer Reise hat. Abends schüttet es noch
dermaßen,
daß der offen liegende Gang zu unserem Zimmer
zentimetertief
überschwemmt ist.
Morgens ist alles wieder so, wie es sein soll - die Sonne scheint. Wir haben uns entschlossen, noch einen Tag zu bleiben und unsere ganzen Ideen über den Haufen zu werfen. Eigentlich wollten wir von Surat Thani mit der Bahn wieder nach Bangkok zu fahren und vorher auf eine Insel zu gehen. Aber wir finden nichts, was vom Verbindungsablauf so richtig zusammen paßt und so haben wir uns entschlossen, nach Bangkok zurück zu fliegen. Wir nutzen den Tag zum Wäschewaschen und machen vormittags einen Ausflug in den Rama V Park. Dort gibt es unbelebte Spielplätze, die den Kindern mal Gelegenheit geben, sich etwas zu bewegen. Nachmittags gehen wir zum Gemüsemarkt, nehmen ein paar Imbisse und bewundern die Auslagen.
Um
näher am Flughafen zu sein, fahren wir am nächsten
Morgen mit
dem
Pickup-Bus an die Nai Yang Beach südlich vom Flughafen. Wir
haben
noch etwas Diskussion mit dem Fahrer, weil er die Kinder nicht
umsonst mitnehmen will. Es eskaliert in Gepäck Ausladen,
aber
schließlich sollen wir doch für einen Kompromisspreis
einsteigen. An der Nai Yang Beach haben wir im Führer das Eco GH
gefunden. Es ist auch beim Anschauen so gut wie die Beschreibung
im
Internet. Es gibt super saubere Zimmer, einen kleinen Pool und
eine
sehr hilfsbereite Besitzerin. Nur zum Strand ist es leider 1km,
teilweise durch einen durch den Regen schlammigen Weg. Der
Strand ist
zwar schön, aber das Drumherum zeigt, daß hier schon
seit
langem
der Mainstream Tourismus angekommen ist. Die Preise sind
erschreckend
hoch. Das Publikum ist eher älteren Semesters und der
Paushaltourismus Fraktion angehörig.
Auch bei uns im 7-Zimmer Guest
House haust so ein Exemplar, daß morgens auf einen der
beiden
Pool
Liegestühle sein Handtuch ausbreitet und dann drei Stunden
zum
Frühstück geht. Wir durchbrechen da rüde Ihren
Rhythmus
und
Regeln. Wir genießen aber trotzdem den Strand am
nächsten
Tag.
Nebenbei buchen wir noch den Flug nach Bangkok mit Thaiorient
Airways, die sich als günstigste erweist (7800Bt = ca. 190€
für
alle). Nach einem letzten Strandtag fliegen wir nachmittags los,
leider zieht sich das durch Verspätung und VIP-Traffic in
Bangkok
um
eine Stunde länger hin als gedacht. Mit dem Taxi sind wir
schnell
in
der Khao San Road im Deng Derm Hotel.
Ich hätte es wissen müssen, Khao San kann garnicht leise sein. Aufgrund der Beschreibung und beim Einchecken waren wir noch guter Hoffnung, aber im Bett hämmert ständig die Musik trotz geschlossener Fenster aus der Partymeile ins Zimmer. Am nächsten Morgen checken wir aus und suchen ein anderes Hotel mit Pool. Mit dem Rambuttri Village Inn in der Rambuttri Road werden wir fündig. Nach der kurzen Nacht müssen wir erst einmal ausruhen und baden danach auf dem Dach. Ich gehe und lasse mir bei einem Schneider maßnehmen für Hemden. Mit etwas Verhandlung bekomme ich Hemden für umgerechnet 14€. Thorben bekommt auch noch eines umsonst.


Das
Hochwasser ist wieder deutlich zurück gegangen, die
Expressboote
auf
dem Fluß fahren wieder und man sieht nur noch etwa 1,5m
höheren
Wasserstand. Alle Sehenswürdigkeiten waren vorher auch
schon
zugänglich, aber mit dem Expressboot kann man alles am
leichtesten
erreichen. Der erste Tag führt uns in den
Königspalast. Am
Eingang
müssen wir (selbst Antje mit ¾ Hosen) uns Sarongs
leihen.
Drinnen
werden Erinnerungen von vor 23 Jahren wieder wach. Die Pracht
der
Tempelanlage ist immer noch so beeindruckend wie damals. Wir
stromern
herum und lassen alles auf uns wirken. Überall wird
ausgebessert
und
geprobt für den Geburtstag des Königs in ein paar
Tagen.
Gegen
Mittag kommen wir aus dem Palastbereich heraus und essen am Steg
etwas.
Der Nachmittag ist für die Kinder mit Mittagsruhe und Poolbesuch. Ursprünglich hatten wir vor die letzten Tage noch einmal an einen Strand zu gehen und von dort aus direkt zum Flughafen zu fahren. Aber je länger wir den Reiseführer wälzen und Zeiten addieren, desto unrealistischer wird es. Wir könnten nach Pattaya fahren, das wäre zwar von der Anfahrt OK, aber vom Strand eher abschreckend. Nach Koh Chang wäre schon schön, aber die Anfahrt zum Flughafen für unseren Mittagsflug wäre kritisch. So beschließen wir nach Ayutthaya zu gehen und dort in Ruhe alles zu besichtigen. Die Stadt und die Tempelanlagen sollen wieder frei sein, auch wenn die travel agencies noch keine Touren anbieten. Das Problem ist, daß wir keine Guest Houses in Ayutthaya erreichen.

Am
nächsten Tag nehmen wir uns den Wat Arun vor. Wieder nutzen
wir
den
Fluß für die Anfahrt. Das Wat Arun ist zwar nicht so
groß und ganz
so prächtig wie die Tempel des Königspalasten, aber
mit
seiner Lage
am Fluß, der Aussicht die das Wat bietet und dem Mehr an
Beschaulichkeit und Ruhe, hat es seinen ganz eigenen Reiz und
gefällt
uns sehr gut. An ein Mittagessen anschließend schauen wir
uns
noch
das Wat Pho an mit seinem großen liegenden Buddha.
Für Rieke
sind
es immer nur Bruddars, ähnlich wie die Butter, die immer
nur
Brutter
heißt. Nachmittags übliches Programm und wir finden
in
Ayutthaya
endlich ein Hotel, daß wir telefonisch reservieren
können.
Übermorgen wollen wir hin. Abends essen wir zur Abwechslung
mal
sehr
gut indisch.
Den
letzten Tag, es ist der Geburtstag des Königs, nutzen wir
für
die
Besichtigung des größten Teakholzhauses der Welt, dem
Palast, den
sich Rama V hat bauen lassen. Die Führung ist gut, die
Kinder
machen
nichts kaputt und das Haus ist sehr schön. Was mir nur
auffällt,
daß man nicht die Badanlagen gezeigt bekommt. In dem im
Park
gelegenen Restaurant essen wir überraschend gut und
schlendern
danach zum aktuellen Palast. Heute sind alle öffentlichen
Gebäude
anläßlich des Geburtstages frei zugänglich, so
auch der
Königspalast. Man kann die Ausstellung der Schätze
sehen und
die
ist wirklich fantastisch. Es würde auch ein Eintrittsgeld
lohnen.
Für den Rückweg nehmen wir uns mal ein TukTuk, was garnicht teurer ist als das Taxi auf der Hinfahrt. Nachmittags hole ich die Hemden ab und habe Streit mit dem Schneider, der partout nicht einsehen will, daß fit-to-order meint, daß er nach meinen Wünschen schneidert. Er ist der Meinung, daß man zum Reinschlüpfen in die Ärmel die Knöpfe der Manschette aufmachen muß und nicht wahrhaben will, daß ich das nicht will. Nach einem Fischessen gehen wir noch in den Park vor dem und lassen mit den Thailändern zu Ehren des Königs Heißluft Lampions steigen. Der Park ist voll mit Leuten, überall gibt es noch Stände und Ausstellungen. Ein Lichtermeer.
Morgens packen wir in Ruhe, schlendern noch ein letztes Mal durch die Gegend und lassen uns dann zum Victory Monument fahren, wo wir den Minibus nach Ayutthaya nehmen. Er setzt uns direkt vor dem Ayothaya Hotel ab. Es ist ein Betonklotz, der Pool stellt sich als relativ ungemütlich heraus. Wir schlendern etwas durch die Stadt, unterschätzen aber die Entfernungen und nehmen schließlich doch die Angebote der TukTuk Fahrer in Anspruch. Wir finden das Promtong Mansion und erfahren, daß wir deshalb Schwierigkeiten haben Guest Houses zu finden, weil manche wegen dem Hochwasser endgültig geschlossen haben oder wegen der immer noch nicht funktionierenden Festnetzleitungen telefonisch nicht erreichbar sind. Wir können im Promtong Mansion für die letzten beiden Nächte ein Zimmer bekommen. Abends essen wir eher schlecht im Hotelrestaurant.
Am
nächsten Morgen ziehen wir um. Ein schönes Zimmer im
ersten
Stock.
Wir sehen Bilder, daß beim Hochwasser das Erdgeschoß
hüfthoch
geflutet war, obwohl das Haus schon grundsätzlich von der
Lage
etwas
höher liegt als die Straße. Seit drei Wochen ist das
Wasser
wieder
weg und seitdem wird renoviert. Am Guest House sind keine Spuren
mehr
zu sehen, alles ist getrocknet und gestrichen. Wir mieten uns
Fahrräder und schauen uns den Wat Mahatthat, den Wat
Ratchaburana
und den Wat Phra Sisamphat an, bevor wir Mittag essen und
leckeren
Eiskaffee trinken. Danach noch nebenan den großen
sitzenden
Buddha
im Wihan Phra Mongkon Bophit und den Wat Pra Ram, dann haben wir
genug Kultur. Die Anlage sind alle wasserfrei, nur manchmal
stehen
die Stuppas etwas schief. Ob das vom letzten Hochwasser kommt,
wissen
wir natürlich nicht. Die Ruinen zeigen schon die
Größe
der
damaligen Königsstadt, aber mit Bagan in Myanmar ist das
nicht zu
vergleichen. Den Abschluß bildet der Besuch der
Elefantenstation
in
der Nähe. Abends gehen wir zu dem in der Nähe
liegenden
Nachtmarkt,
essen dort Muscheln und Crepes. Die Kinder entdecken ihre Liebe
zu
Flipflops und Rieke greift sich ein paar drei Nummern zu
große
Winni
Poh Sandalen und will sie nicht mehr her geben.
Am nächsten Tag machen wir noch einen Ausflug mit den Fahrrädern. Für Rieke gibt es einen Fahrradsitz vorne und Thorben sitzt hinten auf dem Polster auf dem Gepäckträger. Wir schauen uns noch die etwas weiter entfernten Wat Worachettharam und Lokayasutharan mit seinem liegenden Buddha an. Danach fahren wir am Flug entlang zum Markt, schlendern herum und lassen uns über offener Glut Popcorn machen. Nach einer Mittagspause, fängt unser Bootsausflug an, den wir im Guest House gebucht haben. Ein TukTuk bringt uns zum Anlegesteg und dann geht es mit einem Longtail zu zwei Wats am Fluß. Auf dem Rückweg läßt uns das TukTuk am Sai Thong Restaurant raus, wo wir unser Thailand Abschlußessen haben. Leider gibt es ausgerechnet hier keine Pommes für die Kinder, die wir ihnen mal gönnen wollten. Aber unsere Fischgerichte sind sehr gut und der Preis nicht einmal hoch.
Am nächsten Morgen funktioniert zum ersten Mal der Weckservice und das Frühstück steht schon bereit, als wir runterkommen. Beim Bezahlen bekommen wir noch einen Discount und sogar die Bootstour gestern wird uns erlassen. Das zusammen mit dem wirklich guten Frühstück relativiert den erst einmal hohen Preis von 1390Bt für das Familienzimmer. Leider fährt noch keinen Shuttlebus vom Dom Mueang Airport zum Suvarnabhumi Airport, weil Dom Mueang immer noch zu ist. So müssen wir wieder rein nach Bangkok zum Victory Monument und von dort den Minibus zum Airport nehmen. Ist aber alles einfach und schnell, und wir stehen schon um 10:00 am Check in, nachdem wir uns nach vier Wochen wieder feste Schuhe für zuhause angezogen haben. Leider verlängert die Verspätung des Fluges unsere Wartezeit noch weiter, wir heben erst um 14:00 ab. Nach 11 Stunden Flugzeit landen wir um 20:00 in Frankfurt, und ich muß Thorben korrigieren, daß die Temperatur im Zubringerschlauch zum Terminal nicht der Aircondition geschuldet ist, sondern die Außentemperatur ist = 1°C. Eine liebe Nachbarin holt uns ab, und zu gefühlten 3:00 nachts kommen wir wieder zu Hause an.
Thailand mit Kindern, sooo weit! Wie kann man den Kindern nur antun! Das wäre mir ja viel zu anstrengend! Nur eine kleine Auswahl der Kommentare zu unserer Wahl des Urlaubszieles. Aber wie immer haben die beiden das recht gut mit gemacht (Thorben knapp 5 Jahre, Rieke gute 2,5 Jahre alt). Stolz wurde der eigene Rucksack gepackt und auch getragen. Natürlich war unser Programm und das Tempo auch an die Kinder angepaßt. Kulturelle Programme sind für Kinder nicht besonders interessant, aber da müssen sie dann einfach mal durch. Wie alle Kinder lieben auch unsere Pommes, so war das Reisland Thailand nur schwer zu ertragen für sie. Speziell Thorben hat teilweise wirklich sehr mager gegessen, weil auch die Nudeln dort nicht aussahen wie zu Hause. Die Schärfe war kein Problem, weil die Thailänder auch bei eigenen Kindern eher sparsam würzen. Nach drei Wochen kam so eine Art Heimweh auf, was sich in häufigeren Aussagen wie „mir ist langweilig“ andeutete. Es fehlten die Freunde und die bekannten Spielsachen. Sehr hilfreich ist beim Reisen gewesen, daß die beiden Geschwister sich immer gegenseitig hatten, wenn es allzu langweilig war. Insgesamt würden wir sagen, daß alle etwas von dieser Reise gehabt haben, die Kinder jede Menge neue Eindrücke, Abenteuer und Erlebnisse wie auch das Kennenlernen einer anderen Kultur, wie auch wir außer dem schönen Strand und den kulinarischen Genüssen natürlich auch die kulturellen Ziele.
Wir hatten jeweils einen großen Rucksack, Thorben hatte einen Kinderrucksack, bei dem er darauf bestand, daß dort auch nur seine Sachen reinkamen. Das summierte sich zu guten 3kg. Wir hatten insgesamt 30kg Gepäck und noch viel Luft in den großen Rucksäcken. Wir hätten die Luft in den Rucksäcken dazu nutzen sollen, mehr Bücher oder Spiele mitzunehmen. Riekes Windeln haben wir zur Hälfte wieder nach Hause gebracht, sie ist auf dieser Reise endgültig trocken geworden. Sie hatte auf der ganzen Reise nur zweimal einen „Unfall“. Auch hätten wir für die Reise Taucherbrillen für die Kinder mitnehmen sollen, das Salzwasser setze ihnen schon zu. Überall gab es Internet Cafes, aber noch viel öfters gab es WiFi frei und wir haben uns im Nachhinein etwas geärgert, daß ich nicht das Netbook mitgenommen habe. Es hätte viele Übernachtungsprüfungen deutlich vereinfacht. Das Packmaß und Gewicht von einem guten Kilogramm wäre nicht aufgefallen.
Vom Reiseablauf wäre der ursprüngliche Plan „erst Kultur, dann Strand“ geschickter gewesen, aber wegen der Überschwemmungen mußten wir etwas variieren. Die Regenzeit war in diesem Jahr relativ lang, im Südwesten schüttete es regelmäßig abends. Die Übernachten haben wir versucht um die 1000Bt (ca. 25€) zu bekommen, was uns fast immer gelungen ist (mit den beschriebenen Ausreißern). Essen an der Straße bekommt man schon für einen Euro, im Restaurant kostet es das Doppelte bis Dreifache. Dabei ist Bier fast immer so teuer wie das Essen. Genossen haben wir die Fruit Shakes, frisch gepreßten Säfte oder die Banana crepes. Die gingen auch bei den Kindern immer. Insgesamt haben wir ca. 2100€ für das Leben in Thailand insgesamt ausgegeben (ohne Mitbringsel). Die Flüge schlugen mit 3050€ zu Buche, weil wir Wert legten auf Direktflüge und mit einer frühen Buchung Sicherheit haben wollten, statt auf den besten Preis zu spekulieren. Als Reiseführer hat sich der Stefan Loose „Thailand Süd“ 2011 bewährt.