I T A L
I E N R E I S E
(erschienen in MOTALIA Nr.
94/1997)
Ich
sitze hier am Schreibtisch beim
Sortieren der Urlaubsbilder von unserem diesjährigen Urlaub, und
angesichts des Wetters draußen kommt doch etwas Wehmut auf.
Jetzt, Mitte November bei ungemütlichen 5° C, haben wir die
Guzzis abgemeldet und die kommenden Monate ist mal wieder mehr
Indoor-Action angesagt. Da bleibt nur noch die Erinnerung an den
Urlaub. Dieses Mal wollten wir unseren beiden Guzzis mal ihr
Ursprungsland zeigen und unbedingt mal Sonne sehen. Wir entschieden uns
für etwas todsicheres: eine Reise durch Italien im August!
Anfang August
starteten wir - wie alle leidensfähigen Touristen - direkt nach
der Arbeit durch und kamen am Abend noch bis nach Göschenen am
Gotthardpaß. Nach einem leckeren Essen in der
Bahnhofsgaststätte und einer brauchbaren Nacht in einer
spartanischen Unterkunft ging es am nächsten Morgen bei
trübem Wetter den Gotthard hinauf. Leider empfing uns oben am
Gipfel dicker Nebel, der beim Hinunterfahren in etwas feineren Regen
überging. Vor lauter Urlaubsstimmung hatten wir kein Regenzeug
angezogen und konnten die Klamotten leider erst ab Bellinzona (hier
wurde es dann doch endlich schöner) im Fahrtwind trocknen. Unser
Ziel war Genua, da von dort die Fähre nach Palermo/Sizilien
abfuhr.
Dort brannte die Sonne, und wir, in der Stadt herumirrend, mußten
feststellen, daß in Italien die Siesta sehr genau eingehalten
wird
und bis 16:00 Uhr andauert. Unseren Plan, etwas Eßbares mit auf
die Fähre zu nehmen, mußten wir fallenlassen. Auf der
Fähre (Tirenia) wurden wir dafür mit Anstehen für Essen
nicht unter einer Stunde belohnt. Nach 24 Stunden war die Qual vorbei,
und im Abendlicht tauchten die Berge um Palermo herum auf. Das
Ausschiffen ging relativ zügig, und im letzten Tageslicht
erreichten wir einen 10 km nordwestlich gelegenen kleinen Campingplatz
in Sferracavallo.

Urlaub
beginne!
Auf dem
Weg zum Essen machte
uns ein Bancomat reich, und wir bekamen am Hafen unser - im Nachhinein
besehen - bestes Essen mit wahnsinnigen 12 Vorspeisen, 3 Pastagerichten
und Fisch als Hauptgericht, diversen Nachtischen und Getränken
für läppische 35.000 Lire/Person. So waren wir ob des mageren
Essens auf der Fähre wieder ausgesöhnt. Die ersten beiden
Tage in Italien verbrachten wir in Palermo und machten etwas
Sightseeing per Bus. Alle sagten uns, Palermo werdet ihr lieben oder
hassen. Wir wollen nicht so extrem sein, wir finden es schön. Es
gibt viel zum Anschauen, und bei 38° C im Schatten gaben wir unser
Bestes, um auch mitreden zu können. Zum Abkühlen schauten wir
uns die Katakomben der Kapuzinermönche an, die Jahrhunderte damit
zugebracht haben, Leichen zu mumifizieren und sie - sortiert nach
Geschlecht, Beruf und ähnlichem - gegen einen kleinen Obolus der
Nachwelt (das sind wir) zugänglich zu machen. Sehr eindrucksvoll,
obwohl es bei manchen Mumifizierungen wohl beim Versuch blieb, aber
auch etwas gespenstisch. Der letzte Versuch fand 1923 an einem kleinen
Mädchen statt, das wirklich aussieht wie eine Puppe. Abends liefen
wir auf dem Zahnfleisch wieder auf dem Campingplatz ein. Einen
Tagesausflug machten wir nach Monreale mit seiner wirklich schönen
mit Goldmosaiken verzierten Kathedrale. Hier zeigte sich auch,
daß das Fahren hier mit Vorsicht zu genießen war. Die
Straßen sind ab und zu sauglatt, vor allen Dingen die etwas
frequentierteren Strecken und in den Ortschaften.
Deshalb ging
es nach Selinunte
über kleine
Nebenstrecken. Die Tempelanlagen dort sind recht gut erhalten, aber als
wir ihrer nach zwei Stunden überdrüssig wurden, fuhren wir
weiter zu einem riesigen Campingplatz in Eraclea Minoa. Dieser hatte
einen Superstrand, den wir auch des öfteren nutzten. Es sollten
erholsame Strandurlaubstage werden, aber wir kamen wegen der lauten
Musik in der Pizzeria am Strand erst morgens um 4:30 Uhr zum Schlafen.
So hatten wir uns das nicht vorgestellt und brachen sogleich morgens
alles ab und fuhren weiter nach Agrigento. 
Dort auf
dem Campingplatz
Nettuno ging es zwar eng zu, denn wir parkten unser Zelt zwischen
zwei italienischen Großfamilien, aber es wurde eine schöne
Zeit. Wir zwei, des italienischen nicht mächtig, wurden ohne
großes Aufhebens von den Familien aufgenommen und mit Essen, Obst
und Espresso versorgt. Eine Gastfreundschaft, die uns fast peinlich
war. Inzwischen wußten wir auch, warum der Lärm auf dem
letzten Platz war. Es war DER Feiertag in Italien schlechthin, an dem
ganz Italien sich in Richtung Strand begibt, um dort zu feiern und sich
um Mitternacht ins Wasser zu stürzen. Wir verbringen die Tage mit
Pendeln zwischen Zelt und Strand. Die recht gut erhaltenen
Tempelanlagen in Agrigento sahen wir uns natürlich auch an. Einen
Tagesausflug machten wir in das Landesinnere nach Piazza Armerina, zur
Villa Casale Romana, einer alten Villa aus dem 4. Jahrhundert, deren
Böden über und über mit Mosaiken belegt sind. Erhalten
ist das ganze nur, weil eine Schlammschicht die Villa bis in dieses
Jahrhundert hinein verschüttet hatte. Leider ließ das Wetter
zu wünschen übrig, sonst hätten wir von dem
nahegelegenen Enna aus den Etna sehen können. Dieses schlechte
Wetter hielt sich leider nicht nur im Binnenland. Am nächsten Tag
verbrachten wir den Nachmittag wegen schwerer Gewitter im
Campingplatzrestaurant, da sich auf dem terrassenförmigen Platz
mehrere Wasserströme unten am Strand zu einem drei Meter breiten
Fluß gen Meer trafen. Zum Glück erwies sich unser Zelt als
dicht, obwohl einer der Wasserarme darunter hindurch ging.
Auch auf
unserem Weg nach
Siracusa mußten wir uns noch einmal in die Gummihäute
werfen.
Dort
übernachteten
wir in der Jugendherberge
in Ermangelung eines Campingplatzes. Übrigens sehr empfehlenswert,
wir hatten praktisch ein Doppelzimmer für uns, das Essen war gut,
und die Motorräder standen sicher im Hof. Von dort konnten wir
bequem mit dem Bus in die Altstadt, die Ortigia, fahren. Eine sehr
schöne Stadt, einiges Interessantes anzuschauen und mit einem
angenehmen Klima. Man kann noch deutlich sehen, daß hier im
Süden von Italien die Griechen eine ganze Zeit lang das Sagen
hatten. Es gibt diverse Ruinen - wen’s interessiert - und sogar zwei
antike Theater, ein griechisches und ein römisches. Auch Dionysios
(der mit Schwerte im Gewande) hat hier mal geherrscht. Beeindruckend
auch die neue, hohe, spitze Kirche “der Madonna der Tränen”, die
von fast jeder Stelle der Stadt aus zu sehen ist. Gleich daneben die
Katakomben und die Basilika, in der schon Paulus gepredigt haben soll.
Alles sehr geschichtsträchtig! Auch alles Zeugnis dafür,
daß Siracusa für einige Jahrhunderte die mächtigste
Stadt im Mittelmeer war. Von unserer festen Unterkunft aus schauten wir
uns auch noch Noto an, angeblich das barocke Kleinod Siziliens. Bei
unserer letzten Durchfahrt hatte es geregnet. Aber das Kleinod war doch
recht angegriffen. Nach einem schweren Unwetter Anfang dieses Jahres
steht sogar von der Kathedrale nur noch der äußere Teil, und
viele Häuser in der Stadt stehen in Gerüsten oder werden
gestützt. Schade, denn nachdem, was man erkennen konnte,
mußte es wirklich mal sehr schön gewesen sein.
Nach
einer Nacht mit Gewittern brachen wir zu unserem nächsten Ziel auf
- Monte Etna, dem größten aktiven Vulkan Europas. Wir
suchten
uns einen Campingplatz direkt am Meer mit Blick auf den Etna, um uns
auch hier immer mal wieder im Meer erfrischen zu können. Aber der
Strand hier war nicht mehr so schön sandig wie der in Agrigento,
sondern bestand aus schwarzen Lavakieseln, außerdem war das
Wasser eiskalt und somit doch etwas zu erfrischend. Aber deswegen waren
wir ja auch nicht hier. Am nächsten Morgen ging es um 7:00 Uhr (!)
Richtung Berg, um den Haupttouristenströmen zuvorzukommen. Als
zusätzliches Bonbon gab es noch richtig Fahrspaß den Berg
hinauf, endlich mal gut ausgebaute Straßen mit
vertrauenswürdigem Belag. Oben angekommen nahmen wir gleich die
erste Gondel um 9:00 Uhr und gönnten uns dann auch noch die letzte
Viertelstunde per Allradbus, um dann bei 2.900 Meter die letzten 100
Meter zu Fuß zurückzulegen. Kein billiges Vergnügen,
das pro Person mit 57 DM zu Buche schlug. Man kann auch zu Fuß
hinauf, aber das dauert etwa drei Stunden. Wie auch immer, es lohnte
sich auf jeden Fall. Man ist ganz oben über den Wolken, der Wind
pfeift eisig, und wir waren froh, unsere Lederkombis anzuhaben. Die
Schwefeldämpfe erschwerten uns das Atmen, und man konnte sich die
Finger am Boden oder in den diversen dampfenden Felsspalten
wärmen. Glühende Lava war leider nicht zu sehen, aber dann
wäre wahrscheinlich auch keiner hinaufgekommen. Jedenfalls war es
beeindruckend. Nach zwei Stunden hatten wir das Gefühl, alles
gesehen zu haben - inklusive dickbäuchigen Touristen mit T-Shirt,
kurzer Hose und Badeschlappen (wohlgemerkt bei 5° C und starkem
Wind) - und fuhren wieder hinunter. Den Rest des Tages nutzten wir zum
Umrunden des Etnas, da auch die Nordseite sehr gut zum Fahren ist und
schöne Blicke auf den stets qualmenden Berg zuläßt.
Auch den
nächsten Tag
begannen wir sehr früh, weil wir nach zwei Wochen Sizilien auf das
Festland übersetzen wollten, und unsere nächste Etappe das
Sila-Massiv sein sollte. Um 9:00 Uhr kamen wir in der Hafenstadt
Messina an und wunderten uns, daß schon an der Autobahnausfahrt
Stau war. Es kam aber dicker. Dieser Stau zog sich durch die ganze
Stadt, durch das Hafengelände hindurch, an der Kasse vorbei bis
auf die Fähren, insgesamt sechs Kilometer. Wir hatten nämlich
gerade das Ferienende von Italien erwischt. Zum Glück sind
Motorräder Einspurfahrzeuge, und wir schafften die Slalomstrecke
in einer Stunde und schlüpften gerade noch in eine Fähre
hinein, die keine drei Minuten nach unserer Aufnahme ablegte. Auf dem
Festland sprang einem sofort der Unterschied der Vegetation im
Vergleich zu der von Sizilien ins Auge. Obwohl es auch auf Sizilien
Grün gab, hier war alles noch viel üppiger. Aber was wir auch
ziemlich bald merkten und was sich auch auf der restlichen Reise
bestätigte - die Menschen auf Sizilien waren die freundlichsten
und hilfsbereitesten. Von Mafia übrigens keine Spur. Wir bogen
nach einem Teilstück Autobahn (im Süden Italiens kostenlos)
rechts ab in die Berge. Hier machte das Leben wieder Spaß, das
Wetter und die Straßen waren so gut, daß wir erst um 18:00
Uhr unser Zelt auf einem recht verlassenen und billigen (17 DM) Platz
an einem der diversen Seen im Sila-Nationalpark aufschlugen. Am
nächsten Tag ging es durch die Berge wieder hinunter zum Meer und
weiter nach Matera.

Materas
alter Stadtkern
besteht aus in Felsen geschlagenen
Höhlen mit etwas gemauertem Vorbau, sozusagen lauter
Einzimmerwohnungen, in denen bis in die 60er Jahre immer noch Menschen
ohne Kanalisation oder fließendes Wasser mit ihren Eseln oder
Kühen zusammen gewohnt haben. Es läßt sich kaum
vorstellen. Als wir am Abend nach einem Regenguß noch einmal
Atmosphäre schnuppern gingen, stieg aus dem Tuffgestein die
Feuchtigkeit auf. Rheuma juchhe, Gesundheit ade. Hier ist bestimmt
keiner alt geworden. Inzwischen sind nur noch 30 % der Wohnungen
bewohnt, da die Umgesiedelten in ihren Sozialwohnungsblocks oft nicht
glücklich geworden sind und teilweise wieder zurückkamen. Wir
nahmen noch ein schlechtes Abendessen zu einem guten Preis zu uns,
bevor wir uns wieder ins Hotel zurückzogen, denn einen
Campingplatz gab es hier nicht. Der Weg zurück zum Hotel
führte uns den Lebensrhythmus der Italiener vor Augen. Nach
gähnender Leere um 16:00 Uhr, ein paar vereinzelten Gestalten um
19:00 Uhr waren um 23:30 Uhr die Straßen und Plätze so voll,
als ob ein Fest wäre.
An einem
Tag kann man hier
alles sehen, und so nahmen wir am nächsten Tag die Via Appia, eine
der vielen alten Heer- und Handelsstraßen (alle Wege führen
nach Rom) unter die Räder, um nach Paestum südlich von Neapel
zu kommen, wo wir noch einmal relaxen wollten, bevor wir endgültig
in das Binnenland fuhren. Ein schöner Strandtag in herrlichem
Wasser reichte uns aus, und wir brachen auf in Richtung Abruzzen. Aber
es sollte nicht sein. Wir unternahmen an diesem Tag drei Anläufe
aus verschiedenen Richtungen, um in die Berge zu kommen und brachen
jedesmal wegen aufkommenden Regens wieder ab. So entschieden wir uns
spontan, nach Rom zu fahren. Diese Strecke schafften wir auch, bis auf
einen Gewitterschauer, problemlos und entschieden uns nach einigem
Suchen für den Campingplatz an der Via Aurelia. Schnell noch in
einem riesigen, gegenüberliegenden Supermarkt eingekauft und den
Tag mit einem fulminanten Mahl im Garten des Platzrestaurants
beschlossen.
Wir
nutzten am nächsten Tag das Bustagesticket, um in die Stadt zu
kommen. Eine Fortbewegungsart, die offenbar sehr beliebt ist - die
Busse sind immer proppevoll, also nichts für Leute mit
Klaustrophobie. Rom ist wirklich eine Reise wert. Wir fingen mit dem
Petersdom an, der allein schon eine Anhäufung von
Prächtigkeit aufweist, daß man meint, es gäbe keine
Steigerung mehr. Aber der Gang durch das vatikanische Museum und die
anschließende Besichtigung der Sixtinischen Kapelle belehrte uns
eines besseren. Muß man gesehen haben! Rom als Stadt hält
auch, was der Führer verspricht - südländisches Flair,
Chaos und das gewisse Savoir-vivre.
Viele
Plätze, Sehenswürdigkeiten und
Cafés laden zum Verweilen und Erkunden ein. Uns gefiel der
Piazza Navone sehr gut, wohingegen uns die Spanische Treppe nicht
besonders beeindruckte, höchstens wegen der Vielzahl von
Touristen, Souvenierständen und Pennern.
Einen
Nachmittag begaben
wir uns in die Hände eines Busfahrers (Spitzname nach eigenem
Bekunden Casanova), der für die offiziellen Verkehrsbetriebe
Stadtrundfahrten für schlappe 15 DM/Person machte. Das war
saubillig und sehr ergiebig, er schaffte in guten drei Stunden etwas
über vierzig (!) Einzelsehenswürdigkeiten weg, begleitet von
einem Stakkato von italienischem Englisch, das übergangslos (meist
nur unterbrochen von einem kurzen Alora) in Italienisch überging.
Danach wußten wir Bescheid und hatten keine weiteren Fragen mehr,
schoben noch eine Pizza im Viertel Travestere ein und uns danach in die
Penntüten.
Es wurde
Zeit, an den Heimweg zu
denken, und wir machten uns
nach einem morgendlichen Regenschauer auf nach Assisi, dort wo schon
der heilige Franz seine Gespräche mit den Vögeln hatte. Wir
hingegen begaben uns auf den Camping Internationale (übrigens sehr
empfehlenswert) und spannten nach einem ergiebigen Fahrtag aus. Am
nächsten Tag nutzten wir noch einmal die leicht bergige Landschaft
Umbriens, um noch etwas fahren zu können. Wir schauten uns Orvieto
an mit seiner äußerlich wirklich schönen Kathedrale und
gaben auch den Abruzzen im Süden noch eine letzte Chance. Nur, sie
wollten uns immer noch nicht, es regnete wieder einmal, und so legten
wir das Thema “Rumbruzzeln in den Abruzzen” zu den Akten und
konzentrierten uns auf etwas sonnigere Gegenden. Alles in allem
entschädigte uns aber die schöne Landschaft Umbriens
dafür reichlich.
Für
die Franziskanerkathedrale in Assisi
hatten wir nur noch genug Energie für einen Blick von außen.
Leider fand am nächsten Tag eine Schraube den Weg in Sonjas
Vorderreifen, und ich wandte das Reifenflickset an, das endlich mal zum
Einsatz kam. Es hielt auch bis nach Hause (ca. 2.000 km). Von der
lästigen Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h sahen wir mal ab,
und auch Sonja war davon überzeugt, als ich ihr, damit sie sich
keine Sorgen machte, erst nach den ersten 1.000 km davon erzählte.
Der
restliche Heimweg ist
schnell erzählt. Nach einer schönen Tour durch Umbrien und
die
Toskana übernachteten wir bei Bologna bei Verwandten. Am Comer See
wurden noch schnell ein paar Ersatz- und Verschleißteile gekauft
und in einer sehr netten Runde im Platzrestaurant noch etwas Benzin
geredet, bevor es dann die letzten 800 Kilometer am Stück bis nach
Mainz zurück ging. Zurückblickend war Italien bestimmt einer
unserer teureren Urlaube, was bei über 1,90 DM/Liter Benzin anfing
und bei selbst Pizza-Essengehen nicht unter 25 DM aufhörte. Aber
es war sehr abwechslungsreich, man kann schön fahren (auf dem
Festland) und sich auch viel anschauen, wenn man will. Italien ist ein
einziges großes Museum. Das Essen ist in der Regel sehr gut, geht
aber bei typisch italienischem Stil mit Vorspeise, Pasti, Hauptspeise
und Nachtisch auch erst bei 70 DM los. Eis in der Tüte, das es oft
in vierzig Sorten und mehr gibt, ist auch superlecker und kostet
deutlich weniger, der Preis orientiert sich in der Regel an der
Größe der Tüte und nicht an der Anzahl der Kugeln oder
Sorten, die man sich stapeln läßt. Leider hat es in Italien
für dieses Jahr ungewöhnlich viel geregnet. Es war aber
trotzdem schön und hilft uns über den Winter....
Eric Koch
September
1996